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Affiliate-Marketing
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Affiliate-Marketing − Provisionsmodelle

Im Affilate-Marketing finden eine Reihe von Provisionsmodellen Anwendung. In der nachfolgenden Erläuterung werden diese der Bedeutung für das Affiliate-Marketing nach geordnet.

Pay per Sale (PPS)

PPS stellt die klassische Vergütungsform im Affiliate-Marketing dar. Wenn die Werbeschaltung des Publishers zum Kaufabschluss auf der Seite des Advertisers führt, dann bekommt der Publisher eine im Vorfeld vereinbarte Provision, meist als einen prozentualen Anteil der Kaufsumme. Die Provisionssätze können je nach Branche sehr verschieden ausfallen, z.B. werden für Bücher, CDs, DVDs 5-10% auf den Umsatz geboten. Buch24.de, das sein Partnerprogramm über Affili.net betreibt, bietet bspw. 7%. Reiseanbieter zahlen nur 3 bis 5%. Einige Telekom- oder Internet-Dienstleister bieten dagegen bis zu 35%.

Die Vergütungskonditionen hängen natürlich stark von der Gewinnmarge und den Umsätzen ab.

Pay per Lead (PPL)

Beim PPL wird die Provision dann ausgezahlt, wenn der Endkunde in irgendeiner Form Kontakt zum Advertiser aufnimmt (z.B. Abruf von Informationsmaterial, das Abonnieren eines Newsletters, das Ausfüllen eines Fragebogens oder die Teilnahme an einem Gewinnspiel). Die übliche Provision reicht von Centbeträgen bis in den zweistelligen Eurobereich. Im Frühjahr 2006 bot das Shopping-Portal http://shopping.web.de – 0,08 Euro pro Lead. Vergütet wurde dabei der Click Out (Der vermittelte Besucher muss auf der Website des Advertisers dem Link eines dort aufgeführten Anbieters folgen; dann erst wird die Provision fällig.) Der Mobilfunk-Anbieter Base (E-Plus) bietet dagegen für die Vermittlung eines Vertrages mit 24 Monaten Laufzeit bis zu 90 Euro für Standardpartner, für Premiumpartner sogar bis zu 100 Euro.

Als weiteres Beispiel kann man das Versandhaus „OTTO“ anführen. OTTO bietet dem Publisher für jede generierte Bestellung 6,00 EUR (Premiumpartnern 8,00 Euro). Wenn der vermittelte Kunde zum ersten Mal bei OTTO kauft, dann erhält der Affiliate für die Vermittlung des Neukunden zusätzlich 5,00 Euro. Für das Abonnieren eines Newsletters erhält der Publisher weitere 0,50 Euro.

Der Vorteil dieses Provisionsmodells besteht darin, dass die Vergütung des Publishers an eine konkrete Aktion seitens des Kunden gebunden ist.

Pay Per Click (PPC)

Bei diesem Vergütungsmodell erhält der Publisher einen Fixbetrag, wenn ein Besucher seiner Seite auf das Werbemittel eines Advertisers klickt. Der Betrag ist meist im unteren Centbereich (0,03-0,25 Euro) angesiedelt. Im Affiliate-Marketing findet diese Form nur selten Anwendung, weil PPC der aktionsgebundenen Vergütung weniger Rechnung trägt als bspw. PPS oder PPL.

Andere Vergütungsmodelle

Weitere Vergütungsmodelle wie „Pay Per Lifetime“ oder „Pay per Period“ finden im Affiliate-Marketing ebenfalls Anwendung.

Bei Pay per Lifetime wird Vertriebspartnern ein Bestandskundenschutz gewährt. Somit wird der Partner an allen Folgekäufen, Abonnementverlängerungen etc. über eine Provision beteiligt.

Durch das Vergütungsmodell Pay per Period erhalten Vertriebspartner „einen regelmäßigen Fixbetrag. Der Zeitraum und die Höhe können dabei individuell festgelegt werden, z. B. zur Abrechnung von festgelegten Monatsgebühren.1

Die zuvor genannten Vergütungsmodelle können, je nach Zielsetzung, beliebig miteinander kombiniert werden. Beispielsweise bot „OBI“, das sein Partnerprogramm über das Affiliate-Netzwerk „Affili.net“ betreibt, 0,02 Euro pro Klick und 0,25 Euro pro Lead, wobei unter Lead die Eintragung in einen Newsletterverteiler zu verstehen ist.

Nestlé bietet den Publishers für jeden Klick auf http://ernaehrungsstudio.nestle.de –0,05 Euro. Und für jeden Besucher, der sich anschließend registriert, entrichtet Nestlé 0,25 Euro an den Publisher. Die Beispiele sollen lediglich das Prinzip verdeutlichen, denn in der Praxis sind den Kombinationsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt.

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